Die Arbeit des Alltags 2015. Entgrenzungsprozesse und Impulse für die Neuorganisation von Care¹

Karin Jurczyk & Maria S. Rerrich

1. Einführung Gesellschaftlicher Wandel ist nichts grundsätzlich Neues, und es ist auch nicht neu, dass er Auswirkungen auf die Subjekte hat: Der Satz ‚tempora mutantur, nos et mutamur in illis‘² ist immerhin bereits seit dem 16. Jahrhundert als Sprichwort belegt. Neu dürften allerdings das Tempo der aktuellen gesellschaftlichen Entgrenzungen sein, sowie deren Reichweite für die alltägliche Lebensführung, gerade im Hinblick auf die Aufgaben von und Anforderungen an Frauen und Männer mit Sorgeverantwortung in Familien.Denn der seit den späten 1960er Jahren3 in Gang gekommene, vielseitige, ökonomische und gesellschaftliche Wandel (Schimank 2012) wird in den letzten beiden Jahrzehnten weiter forciert. An vielen Daten lässt sich zeigen, dass sich sowohl in der Erwerbswelt, als auch bei den privaten Lebensformen4 und dabei jeweils auch in den Geschlechterverhältnissen, Trends des „Postfordismus“ verstärken (Jurczyk & Klinkhardt 2014). …

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