Die Lebendigkeit der subjektorientierten Soziologie

Georg Jochum

Die Forschungsperspektive der subjektorientierten Soziologie (Bolte und Treutner 1983) fokussierte bereits in den 70er Jahren im Gegensatz zu objektivistischen und funktionalstrukturellen soziologischen Theorien die Wechselwirkungen zwischen Subjekt und Struktur. Sie trug wesentlich zur „subjektorientierten Wende“ (Voß und Pongratz 1997: 17) in der deutschen Soziologie bei. Allerdings ist bis heute offen, welches Verständnis von Subjektivität und damit auch des „wechselseitigen Konstitutionsverhältnis von Mensch und Gesellschaft“ (Bolte 1983: 15) dabei vorausgesetzt wird.Wie im Folgenden argumentiert wird, liegt der subjektorientierten Soziologie insbesondere in ihrer Ausformulierung bei Günter Voß implizit ein Verständnis von Subjektivität zugrunde, das auch die außergesellschaftlichen Anteile des Individuums und dabei insbesondere die Lebendigkeit des Subjekts berücksichtigt. Diese Perspektive kann, so die in diesem Beitrag skizzierten, weiterführenden Überlegungen, die Grundlage für die Formulierung einer kritischen Theorie der Gesellschaft liefern, die gerade heute angesichts einer vielfältigen Gefährdung des Lebendigen von besonderer Bedeutung wird. …

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