Ende der entfremdenden Individualisierung und die Entdeckung einer neuen Gemeinschaft?

Norbert Huchler

Die Diagnosen und Diskussionen rund um die „Generation Y“ sind vielfältig. Für den Beobachter der verschiedenen Beschreibungsversuche der aktuellen Generation ergibt sich im Resultat ein diffuses Bild. Sie scheint zu schwanken zwischen einem optimistischen Selbstwertgefühl und Interesse an Entfaltung und Offenheit für alternative neue Entwicklungswege auf der einen Seite und auf der anderen Seite einem selten ernüchterten, eher verlorenen Gewahrwerden, dass sich die ungeliebten (abgelegt geglaubten) Zwänge der „Elterngeneration“ nicht einfach beseitigen lassen und für die „Jungen“ das Erreichen der typischen Lebensziele und Idealbilder der Vorgängergenerationen eher unwahrscheinlich ist.Pauschal wird dann den jungen Menschen – zum Beispiel wenn über die neuen Auszubildenden gesprochen wird – schnell Unentschlossenheit und mangelndes Durchhaltevermögen unterstellt. Aber vielleicht trauen sie nicht mehr dem Karriereversprechen der liberalistischen Wende in den 80er und 90er Jahren? Vielleicht durchschauen sie einfach die Perfidität einer fortschreitenden Individualisierung? Wahrscheinlich nicht explizit bewusst, aber zumindest in Form eines permanenten Unbehagens. Und eventuell setzen sie dem ein – bislang noch nicht ausgeformtes – Gegengewicht entgegen? Gemeinschaft? …

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