Mit dem Internet kommunizieren. Zum Wandel des Verhältnisses von Mensch und Technik.

Christian Papsdorf

In großen Teilen der Öffentlichkeit, in den Medien, in der Wirtschaft und auch durch die Wissenschaft wird das Internet seit einigen Jahren als Web 2.0 umschrieben. Damit geht die These einher, dass sich das Internet seit 2005 in bestimmten Aspekten grundlegend gewandelt hat und zum „social web“ beziehungsweise „Mitmachnetz“ geworden ist. Neue Internetmedien ermöglichen sogenannten User-generated content, der dann wahlweise als Prozess der Demokratisierung oder aber als zunehmende Kommerzialisierung (wie etwa bei Crowdsourcing-Phänomenen) interpretiert wird.

Trotz der großen Popularität des Konzeptes wurden zentrale Punkte der Web 2.0-These immer wieder kritisiert. So merkte Tim Berners-Lee (2006) an, dass dem Web 2.0 dieselben Prinzipien zugrunde lägen wie dem ursprünglichen Web: „Web 1.0 was all about connecting people“. Die These eines scharfen Bruchs erscheint überzogen und auch die Frage, worin im Detail das Neue am Web 2.0 besteht, ist nicht unumstritten. Sind es neue Softwaretechnologien, sind es neue Nutzungsweisen der User oder handelt es sich vorrangig um einen Diskurs beziehungsweise ein Marketingphänomen, dessen realweltliche Fundierung fragwürdig ist? …

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