Smartphone & Co. – phubbst du oder bist du ganz da?¹

Yolanda M. Koller-Tejeiro

Die unwiderstehliche Faszination des Smartphones „Seit das Smartphone immer dabei ist, sind wir nie ganz da, wo wir gerade sind.“ (Rutenberg, 2015: 12f.)

Das Smartphone ist für viele Menschen fast schon Teil der Persönlichkeit. In Handfläche oder Hosentasche, auf alle Fälle schnell „zur Hand“, ist es omnipräsent, ein ständiger Begleiter, dem man höchste Aufmerksamkeit widmet. Wo immer man auch hingeht, es ist aktiv dabei, auf der Straße beim Gehen, in der U-Bahn, beim Einkaufen. Selbst Mütter oder Väter mit Kleinkindern scheinen mehr mit dem Smartphone zu kommunizieren als mit ihrem Nachwuchs im Kinderwagen.

Ein Wunderwerk moderner Technologie und für die meisten erschwinglich, gehört es selbstverständlich zum Alltag. Klein und handlich, enthält es alle persönlichen Daten und Informationen. Man kann fotografieren, Musik und Filme „runterladen“ und damit jederzeit und überall Langeweile vertreiben. Es ist Navigationssystem und eröffnet den Zugang zum Weltwissen. Und v.a. kann man kommunizieren – weltweit – fast von jedem Ort aus. Es liegt neben dem Teller beim Essen, selbst in der Familie oder mit Freunden ist der „digitale Dritte“ immer dabei. Man schläft damit ein und wacht damit auf. „Dieser ‚immer-dabei’-Effekt ist eine der größten Stärken der Smartphones…“ (Köhler, 2012: 12)

Das Smartphone verändert das Verhalten der Menschen: Aufmerksamkeit, Konzentration, Orientierungsfähigkeit und v.a. die zwischenmenschliche Kommunikation. Man ist nicht mehr auf den Ort und die physisch anwesenden Menschen angewiesen, man kann sich „wegbeamen“, so tun, als sei man gar nicht da. Man kann gleichzeitig real und digital kommunizieren, die Menschen, mit denen man sich verabredet hat – zur selben Zeit am selben Ort zu sein – werden weniger wichtig. …

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